Rund 10.000 Menschen sahen LichtKunstRaum sanktreinoldi
Teile des Kunstwerkes von Jun Yang können erworben werden
Hunderte von asiatischen Papierlampions vor der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi, ein Sternenhimmel im Turm des Gebäudes und eine faszinierende Licht-Klang-Kulisse im Sakralraum: die mittelalterliche Kirche im Zentrum von Dortmund verwandelte sich von Mitte Mai bis Ende Juni in einen Ort der Kunst. Drei international renommierte KünstlerInnen – Jun Yang, Angela Bulloch und Andreas Oldörp – zeigten Arbeiten, in denen sie sich mit dem Zusammenspiel von Kunst, Religion und Gesellschaft auseinandersetzen. Rund 10.000 Besucher schauten sich die künstlerischen Interventionen dieses Kulturhauptstadtprojektes an.
„Wir freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind, um die spannenden Arbeiten des LichtKunstRaum zu sehen“, sagt Michael Küstermann,
Projektinitiator und Pfarrer an St. Reinoldi. „Wir wollten mit dem Projekt zeigen, dass es nicht nur die Bauwerke der Industriekultur sind, die das Bild des Ruhrgebietes prägen, sondern auch die Sakralbauten, die ein bedeutenden Teil der Kulturlandschaft des Ruhrgebietes bilden“.
Besonders beliebt bei den Besuchern war das Werk Jun Yang Things we have in common (yellow lantern square), die ein leuchtendes Dach vor dem Hauptportal bildeten und gleichzeitig in den Kirchenraum überleiteten. „Die Lampions haben einen Raum zum Aufhalten und Verweilen geschaffen, den die Menschen inmitten der Fußgängerzone genutzt haben“, so Küstermann weiter.
Die gelben Lampions des Künstlers Jun Yang können als Erinnerung und Teil des Kunstwerkes zum Preis von 5 € oder gegen Spende direkt an der St. Reinoldi-Kirche (10-18 Uhr) erworben werden. Der Erlös fließt in das Projekt.
Auch der Kurator von LIchtKunstRaum Matthias Wagner K freut sich über die große Resonanz auf das Projekt: „Wir konnten für das Projekt drei großartige und international renommierte KünstlerInnen gewinnen, die sich alle auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Licht, einem zentralen Thema des
Glaubens, befasst haben. Es ist schön, dass so viele Menschen sich die Werke angeschaut haben.“ Neben den künstlerischen Interventionen fanden auch an drei Abenden Tanzveranstaltungen in der Kirche statt, die alle ausverkauft waren.
Die kommenden Monate wird es rund um die Stadtkirche St. Reinoldi weitere Veranstaltungen geben, die sich mit dem Thema Licht und Lichtgestaltung im urbanen Raum auseinandersetzen. So wird zum Beispiel am 25. September die Kirche im Rahmen der 10. Dortmunder DEW21-Museumsnacht in ein besonderes Licht gerückt: tausende von Kerzen auf dem Kirchenvorplatz sollen den Umgang von Licht und Dunkelheit im Stadtraum zeigen.