Abendgebet und Segen

freitags um 18 Uhr  - nach dem großen Glockengeläut:
an der Schwelle zum Wochenende

   … durchatmen

   … auf Musik und Worte hören

   … auf andere Gedanken kommen

   … beten – für uns selbst, für die Stadt, für alle und alles, was lebt

   … und gesegnet weitergehen.

 

Über die Schutzmaßnahmen und Willkommensregeln können Sie sich hier informieren. Auf den persönlichen Segen mit Handauflegen nach dem Abendgebet müssen wir vorerst noch verzichten. Für WortWechsel und Gespräch am Ausgang bleiben wir da und freuen uns auf Sie.

„Wenn es dir guttut, dann komm.“   Franz von Assisi

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  Licht & Stille

Was aus den vergangenen Monaten bleibt, ist freitags um 17.45 Uhr ein Gedenken an die Toten – in unserer Stadt, in unserem Land, in unserer Welt. Wir zünden ein Licht an – in Trauer um Nahe und Unbekannte. Weitere Infos dazu finden Sie hier

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  Jüdische Schätze heben

Drei Dinge aus der jüdischen Tradition solle man mindesten ganz selbstverständlich nennen können, sagte eine Jüdin im Gespräch. Damit sich Jüd:innen nicht ganz so fremd vorkämen in Deutschland, wo ‚Kirche, Kreuz und Weihnachten‘ geläufiger sind. Die ökumenische Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch-christlich: näher als du denkst“ nimmt dieses Anliegen auf und feiert dieses Jahr so 1700 Jahre nachgewiesenes jüdisches Leben in Deutschland. Daran knüpfen wir freitags um 18 Uhr an. Feiern in den kommenden Wochen und über´s Jahr verteilt Abendgebet im Klangraum des Ersten Testaments, dem hebräischen Teil unserer Bibel, für die Juden und Jüdinnen ihr Tanach. Hören als „jüngere Geschwister“ zu, hinterher. Lesen mit. Martin Buber hat einmal gesagt: Wir haben ein Buch und eine Hoffnung gemeinsam. Das Buch kommt aus der Vergangenheit, die Hoffnung ist auf die Zukunft, auf das Reich Gottes gerichtet. Auf unterschiedlichen Wegen sind wir gemeinsam unterwegs.
Die Uhrzeit passt: freitags 18 Uhr, der Gottesdienst in der Synagoge, um den Sabbat zu begrüßen: shabbat shalom. Friede sei mit Euch in der Reinoldikirche. Die Psalmen sind der feste Gebetsteil eines Synagogengottesdienstes. Wir beten mit, beten nach, beten sie zur gleichen Zeit, aber an unterschiedlichen Orten weiter ... Der Gottesdienst und das Abendgebet ist Erinnerung an die Geschichte Gottes mit uns Menschen. Und ist die Weitergabe des Segens.

Jüdische Schätze

Schabbat. Schalom. Psalmen. Halleluja. Amen,
Jüdische Schätze im Wortlaut.
Die Bibel – ein Geschichtsbuch voller Worte zwischen Himmel und Erde und voller Gebete.
Erhörter und un-erhörter bis heute ...

Jüdische Schätze

Atem. Lufthauch. Wind. Sturm.
Jüdische Schätze: Wind und Wetter. Dicke und dünne Luft.
Die Bibel lesen als Wetterkarte, mit Hoch & Tief und Isobaren …
Seht, ich will Ruach in euch bringen, dass ihr wieder lebendig werdet…Ezechiel 37,5

Jüdische Schätze

Eva, Miriam, Hannah, Abraham, Jakob, Elias
Jüdische Schätze: Lieblingsnamen.
Die Bibel – eine Sammlung von Biographien.
Bewegende Biographien hinterlassen wohlklingende Namen und bringen durch die Jahrtausende hindurch in Bewegung ...

Jüdische Schätze

Feigenblatt. Sack & Asche. Stola. Kleider des Heils.
Jüdische Schätze: Gewänder zum Ab– oder Anlegen.
Die Bibel – ein Modejournal, was man so trägt, bis
zu Ende gewebt mein Leben, er schneidet mich ab vom Faden …  Jes. 38,12

Jüdische Schätze

Paradies geschlossen, die Wüste blüht, der Dornbusch brennt, Feuer im Herzen und Steine.
Jüdische Schätze: barfuß über die Erde und mit der Leiter zum Himmel.
Die Bibel – Geschichten von Menschen mit Blick nach oben und Staub an den Füßen.
Steinige Wege, hohe Ziele, Leitern und Träume ….

Jüdische Schätze

Baum des Lebens. Menschen wie Bäume. Stammbäume. Weinstöcke
Jüdische Schätze: Wurzel Isai
Die Bibel – Geschichten der Hoffnung. Sie wächst aus der Erde,
verwurzelt, erblüht und stirbt mit dem Menschen.
Einmal werden, einmal sollen alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen …  Jesaja 55,12

Jüdische Schätze

Milch und Honig. Und Heuschrecken. Brot und Wein. Und Bitterkräuter. Öl.
Jüdische Schätze: Nahrung, Heilung, Salbung.
Die Bibel – Geschichten von Speisekarte und Speiseplan und Heilkost,
was Menschen nährt, ihr Herz erfreut und sie schön macht …

Und alles nimmt man mit nach Hause, zum Weitergeben: in die Familie, zu den Freunden, an wen auch immer, vielleicht beim Abendessen:
den Segen, den Frieden und den Spruch - „lechaim“, auf das Leben!

Lass dich fallen
in den Segen des Himmels
lass dich bergen
von den Armen der Hoffnung,
lass dich tragen
vom Aufwind der Liebe… 
  C. Elke Schray