ViertelSternStunde

Im Dezember öffnet sich täglich um 18 Uhr die Türen der Reinoldikirche zur ViertelSternStunde. Der Bote kündigt sie vorher im Lichtmeer und Trubel auf dem Weihnachtsmarkt vor der Kirche an. Er bahnt sich – drei Meter hoch - seinen Weg durch die Menschenmenge. In der Hand hält er einen leuchtenden Stern, in der anderen balanciert er eine in lila Seide eingeschlagene Bibel. Der Stern macht ihn zu einer Lichtgestalt.  Flügel sucht man vergeblich an ihm, dafür trägt er eine Wollkappe und abgewetzte Turnschuhe. Etwas Fremdes geht von ihm aus und auch Geheimnisvolles. Er lädt ein, lockt, irritiert und möchte die Schritte der Passanten in die Reinoldikirche lenken – zur ViertelSternStunde: 

Das sind 15 Minuten geschenkte Zeit

… die Hektik der Vorweihnachtszeit unterbrechen

… sich vom Zauber des Advents berühren lassen

… neugierig werden

… hoffen und wünschen

… oder „einfach nur“ da sein

In der Kirche erklingen vertraute Adventslieder, ungewohnt vertont. Sie sind die klingende Luft der ViertelSternStunde. Ganz wie bei einem klassischen Adventkalender ist die Form immer gleich. Doch hinter jeder Tür versteckt sich eine Überraschung. Die Überraschung  der ViertelSternStunde sind die Geschichten. Jeden Abend wird eine erzählt, mal augenzwinkernd, mal bewegend und anrührend. Mitten in der Gebrochenheit und im Umvollkommenen verankern sie etwas vom Geheimnis des Advent, vom „Gott kommt zu uns und zur Welt“ in unserem Leben.