ViertelSternStunde

1.-23. Dezember (außer samstags) // 18-18.15 Uhr

Täglich um 18 Uhr (außer samstags) öffnen sich die Türen der Reinoldikirche zur ViertelSternStunde. Der Bote kündigt sie vorher im Lichtmeer und Trubel auf dem Weihnachtsmarkt vor der Kirche an. Er bahnt sich – drei Meter hoch - seinen Weg durch die Menschenmenge. In der einen Hand hält er einen leuchtenden Stern, in der anderen balanciert er eine in lila Seide eingeschlagene Bibel. Der Stern macht ihn zu einer Lichtgestalt. Ist er ein Engel? Flügel sucht man an ihm vergeblich. Dafür trägt er eine
Wollkappe und abgewetzte Turnschuhe. Etwas Fremdes geht von ihm aus und auch Geheimnisvolles. Er lädt ein, lockt, irritiert und möchte die Schritte der Passant*innen in die Reinoldikirche lenken – zur ViertelSternStunde:  

15 Minuten geschenkte Zeit  

… die Hektik der Vorweihnachtszeit unterbrechen 

… sich vom Zauber des Advents berühren lassen 

… neugierig werden 

… hoffen und wünschen 

… oder „einfach nur“ da sein.

Vertraute Adventslieder und ungewohnte Töne sind die klingende Luft der ViertelSternStunde. Ganz wie bei einem klassischen Adventkalender, der in der Küche hängt, ist die Form immer gleich. Doch hinter jeder Tür versteckt sich eine Überraschung. Die Überraschung  der ViertelSternStunde sind herzenswärmende Geschichten. Geschichten vom Widerständigen und von Leichtem, vom Brüchigen und von Geglücktem, vom Erhellenden und von der Erwartung. Jeden Abend wird eine erzählt, mal augenzwinkernd, mal bewegend und anrührend. Ungewöhnlich verankern sie die Adventsbotschaft mitten in unserem Leben. Sie kommen mit großen Fragen leichtfüßig daher: Was macht glücklich? Worauf lohnt es sich, zu warten? Was ist wirklich wichtig? Es geht um Menschen, die der Himmel schickt und um die, die auf solche warten. Es geht um vergessene Gesten und erstaunliche Begegnungen. Um Spinner und Träumerinnen. Um welche, die auf Empfang schalten, und solche, die anfangen neu zu sehen und zu leben. Und um Weihnachten, an dem sich die Geister scheiden. 

 

UN-ERWARTET …

Die ViertelSternStunde in Zeiten von Corona. Wir halten uns derzeit an folgende Schutzmaßnahmen:  
-  Mund-Nasen-Schutz - beim Betreten der Kirche
-  Abstand wahren – auch in den Bänken
-  Kontaktdaten hinterlassen – um Infektionsketten nachvollziehen zu können (Es gelten die aktuellen Datenschutzbestimmungen. Die Unterlagen werden nach vier Wochen vernichtet.)
-  Auf den persönlichen Segen nach der ViertelSternStunde – müssen wir in diesem Jahr leider verzichten. Für WortWechsel am Ausgang sind wir trotzdem offen. Und: Wir freuen uns, wenn Sie auch unter diesen Bedingungen kommen. Über die aktuellen Hygiene- und Schutzmaßnahmen halten wir Sie hier auf dem Laufenden.  

Aufgrund der reduzierten Platzanzahl können Sie ab Mitte November Anfragen zu Reservierungen an reservierungsanfrage@sanktreinoldi.de  schicken. Anfragen für den jeweiligen Abend können nur bis 13 Uhr entgegen genommen werden. Mit der Zusage für reservierte Plätze kommen Sie bitte am Abend bis 17.45 Uhr zum Einlass. Die dann noch nicht besetzten Plätze werden für alle anderen freigegeben. Wir hoffen, Sie haben dafür Verständnis.

Informationen zur ViertelSternStunde erhalten Sie bei Susanne Karmeier:Tel: 0231. 91 25 337 | karmeier@sanktreinoldi.de  
Ein Projekt von Susanne Karmeier, Pfarrerin an der Stadtkirche St. Reinoldi mit dem Abendgebetsteam an St. Reinoldi  Thomas Wachsmann, Stelzenläufer | Vanessa Rust, Kostümbildnerin | Musiker*innen
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Veröffentlichung in der Reihe „Kirche in der Stadt“ / Bd. 22:Nils Petersen (Hg.): Stadtliturgien. Visionen – Räume – Nachklänge. Dokumente der CityKirchenKonferenz, Berlin 2016
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Fotos: Hannah Praetorius | Mark Fäth (EKKDo)