Die öffentliche Vorlesungsreihe BILD UND KLANG nimmt im Wintersemester 2019/20 die Stadtkirche St. Reinoldi als Aussichtsplattform, um Themen 'Zwischen Himmel und Hölle' im interdisziplinären Gespräch zwischen Kunstgeschichte, Geschichte und Musikwissenschaft zu diskutieren.

Vorstellungen des Paradieses werden ebenso eine Rolle spielen wie Darstellungen des Jüngsten Gerichts. Der Himmel als Luftraum, als kosmologischer Ort der Sterne, der Erde, Landschaften und Städte, aber auch Welten unter Tage sowie die Hölle von Krieg, Verfolgung und Vertreibung, schließlich Heimat und Exil werden zur Sprache kommen.

Die Vorlesungsreihe »Bild und Klang« bringt die TU Dortmund in die Stadt, die Stadtkirche St. Reinoldi wird zum Hörsaal. Der Raum der Kirche und die Kunstwerke sind nicht einfach Kulisse, sondern rücken immer wieder in den Blick: als Thema der Vorlesung, als Kontextualisierung der Themen, aber zuweilen auch als Widerpart für andere, scheinbar nicht in den Raum gehörende Bilder und Klänge. Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind sehr herzlich eingeladen! 

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  Dienstag, 12. November // 19.30 - 21 Uhr

BILD UND KLANG: Lufträume

Alexander Gurdon M.A., Christopher Kreutchen M.Ed. und Vertr.-Prof. Dr. Alexander Zeisung

 „Lufträume“ ist das Thema des vierten Abends der öffentlichen Vorlesung »Bild und Klang: Zwischen Himmel und Hölle«. Lufträume sind der Ort für Flugträume. Solchen konnten man sich – wie der Kunsthistoriker Vetr.-Prof. Andreas Zeising (TU Dortmund) ausführen wird – hingeben, als das Reisen in  den Lüften noch eine moralisch unbedenkliche Sache war. Der Vortrag führt in die Zeit der 1930er Jahre, in die Ära des Art Déco: eine Zeit, die vom Verschwinden der Ferne geprägt war, wie sie silberglänzende Zeppeline symbolisierten, und für die Geschwindigkeit immer auch eine Stilfrage war. Lufträume in der Musik erobert sich – wie der Musikwissenschaftler Alexander Gurdon M.A. (TU Dortmund) zeigen wird – der tschechische Komponist Ondrej Adámek (Jahrgang 1979). Die von ihm erfundene „Air Machine“ ist ein Instrument auf der Grenze zwischen faszinierender Klanglichkeit und skurriler Modernität, bei der alle nur erdenklichen Formen der Klangerzeugung mit Luft virtuos verwoben werden. Ihm gegenüber stehen an diesem Abend die Abenteuer des Don Quixote, in der Komposition von Richard Strauss aus dem Jahre 1898. Insbesondere im „Ritt durch die Luft“ werden hier die musikalischen Lufträume zum Sinnbild für Don Quixotes Weltflucht. Durch den Abend führt Christopher Kreutchen M.Ed. (TU Dortmund). 

weitere Termine: 19.|26. November 03.|10. Dezember 07.|14.|21.|28. Januar

Veranstalter: Technische Universität Dortmund in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, dem Stadtarchiv Dortmund, der Conrad-von-Soest-Gesellschaft und der Stadtkirche St. Reinoldi

Leitung: Dr. Stefan Mühlhofer, Prof. Dr. Michael Stegemann und Prof. Dr. Barbara Welzel gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Henrike Haug unter Mitwirkung von Laura Di Betta M.A., Dr. Niklas Gliesmann, Dr. Alexander Gurdon, Sarah Hübscher M.A., Christopher Kreutchen M.Ed., Christin Ruppio M.A., Hannah Schmidt M.A., PD Dr. Andreas Zeising (alle TU Dortmund) und Pfarrer Michael Küstermann 

Kontakt: michael.stegemann@tu-dortmund.de || barbara.welzel(at)tu-dortmund.de

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Weitere Informationen unter www.kunst.tu-dortmund.de

Der Flyer zur Vorlesungsreihe