BEIM NAMEN NENNEN

- mehr als 60.200 Opfer an den Grenzen Europas
(Gedenk-)Aktionen zum Weltflüchtlingstag 2024 um und in St. Reinoldi vom 14. bis 21. Juni 2024 – mitten in Dortmund

Die Zahl der Menschen, die auf dem Weg nach Europa sterben, steigt und steigt. Seit 1993 sind es mehr als 60.200 Tote. Noch nie waren es so viele wie im Jahr 2023. Sie alle haben ihre Heimat verlassen, weil sie vor Kriegen, Konflikten, Verfolgung oder anderen lebensbedrohenden Umständen flüchten. Zum Beispiel aus Syrien, Iran, Afghanistan, Tunesien, Eritrea, Kurdistan. Sie verloren ihr Leben im Meer, an den europäischen Außengrenzen, in Lastwagen, in Wäldern auf der Suche nach einem sicheren Ort. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder, Babys.
Gleichzeitig verschärft Europa das Asylwesen weiter. Geflüchtete, auch Familien mit Kindern, sollen an den EU-Außengrenzen in riesigen Lagern unter haftähnlichen Bedingungen untergebracht werden, um sie möglichst rasch abzuschieben. Weitere Verschärfungen kommen dazu. Elementare Grundrechte, die jeder Person zustehen, werden verletzt. Schon jetzt geschehen dort schwerste Menschenrechtsverletzungen. Das ist eine Krise der Menschlichkeit und es ist eine Krise der Menschenrechte.

Darüber sind wir entsetzt und fordern: Menschen schützen – auch an den Grenzen!

Mit verschiedenen Aktionen und einem Mahnmal der Menschenwürde gedenken wir in der Dortmunder Innenstadt der Opfer, die auf der Flucht gestorben sind, protestieren öffentlich gegen die unhaltbare Situation und fordern eine Politik, die Menschenleben schätzt und ihre Würde achtet.

Zum Aktionsbündnis „Beim Namen nennen “, das mittlerweile in mehr als 14 Städten in Deutschland und der Schweiz aktiv ist, gehören in Dortmund die Flüchtlingsinitiativen in der Stadt sowie zivilgesellschaftlich und kirchlich engagierte Gruppen, Institutionen und Privatpersonen. 

Ein Mahnmal der Menschenwürde - mitten in der Stadt

Freitag, 14. Juni bis Donnerstag, 20. Juni

Eine Woche lang errichten wir vor der Reinoldikirche ein Mahnmal der Erinnerung und der Menschenwürde. Es besteht aus vielen tausend Stoff-Streifen. Diese werden vorher mit Namen, Herkunft, Zeitpunkt des Todes und Todesumständen der auf der Flucht gestorbenen Menschen an unseren Grenzen beschriftet. Wir hängen sie an einer Installation auf dem Ostenhellweg auf und machen sie so mitten in der Fußgängerzone Dortmunds sichtbar. Auf jedem Streifen stehen Namen von Menschen, die unterwegs waren – voller Hoffnung auf ein besseres Leben, voller Hoffnung auf Überleben. Ihr Schicksal soll ins Bewusstsein der Stadt rücken. Bereits im letzten Jahr haben viele Schüler:innen und Menschen aus der Region mehr als 35.000 Streifen beschrieben. Damit machen wir in diesem Jahr weiter, weil das Sterben nicht aufhört.

Alle können mitmachen - gleich welcher Religion oder Weltanschauung.

Namen schreiben

Täglich zwischen 10 und 18 Uhr vor oder in der Reinoldikirche / an den EM-Spieltagen 15. und 18. Juni bis 20 Uhr

Wir schreiben die Namen der Verstorbenen an einer Schreib-Station auf dem Ostenhellweg auf Stoff-Streifen und bringen diese am Mahnmal an. Jeder kann spontan dazu kommen und mitmachen.

      

Mitmachen  - vor Ort oder zu Hause schon ab Ende Mai

Wer vorher schon mitschreiben möchte – einzeln oder mit einer Gruppe, kann das ab Ende  Mai tun. Infos:karmeier(at)sanktreinoldi.de 

  

Namen lesen – 24 Stunden Gedenkaktion

Mittwoch, 19. Juni 20 Uhr bis Donnerstag, 20. Juni 20 Uhr – ohne Unterbrechung in der Offenen Kirche St. Reinoldi

Zur Erinnerung. Gegen das Vergessen: Einen Tag und eine Nacht lesen wir so viele Namen wie möglich aus der Liste der Todesfälle, nennen Ort und Umstände ihres Todes. Nicht alle Namen der Toten liegen vor, manchmal ist es nur das bloße Ereignis – ein Zeitpunkt oder die vermutliche Herkunft der Geflüchteten. Auch ihrer gedenken wir. Je zur halben Stunden zünden wir eine Kerze an und es wird still. Immer zur vollen Stunde ehren Musikerinnen und Musiker das Leben der Toten und lassen ihre Namen und Schicksale nachklingen.

    

Manifest „Menschen schützen – auch an den Grenzen“ – Unterzeichnen Sie auch

Ein Grundkonsens, der alle Mitmachenden bei den Aktionen in Dortmund verbindet, ist: Menschen lassen Menschen nicht sterben! Darüber hinaus haben wir zusammen mit unseren Bündnispartner:innen in der Schweiz und in Deutschland das Manifest „Menschen schützen – auch an den Grenzen“ geschrieben. Wir richten es an die Bundesregierung, das EU-Parlament und den EU-Rat. Wir protestieren damit gegen die Verschärfungen der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), das die EU beschlossen hat und nun an die Mitgliedsstaaten weiterreicht.

Das Manifest kann online unterschrieben werden unter www.beimnamennennen.de, in gedruckter Form – mit einem Zusatz der Dortmunder Gruppe - als Petition bei uns per Mail bestellt oder von Ihnen selbst heruntergeladen werden. Es liegt in der Reinoldikirche aus.
Bitte schicken Sie Ihre und alle gesammelten Unterschriften bis zum 24. Juni postalisch an: Ev. Stadtkirche St. Reinoldi / Aktion Beim Namen nennen, Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund oder per Mail an: p.stamm(at)fluechtlingshilfe-aplerbeck.de

Das Manifest finden sie HIER  

Zu den Erstunterzeichnenden gehören in Westfalen: Superintendentin Heike Proske für den Kirchenkreis Dortmund | Diakonisches Werk Dortmund und Lünen | oikos-Institut für Mission und Ökumene EKvW | Ev. Kirchenkreis Dortmund/Referat Ökumene | Felix Krämer


Veranstaltungen zum Weltflüchtlingstag im Juni

Musik aus dem Mahnmal 

15 Minuten täglich 17 Uhr / am 15. Juni 19 Uhr vor der Reinoldikirche – vom 14. bis 20. Juni

Poesie aus dem Mahnmal von Lina Atfah

täglich in der Reinoldikirche

Wir danken Lina Atfah für die Erlaubnis, ihre Gedichte zu lesen und zu hören, Nadine Aljoudy, Joudy Bozan und Marlena Keil für ihre Stimme, Jamil Alyou/trainofhope und der Intendantin Julia Wissert und dem Schauspiel Dortmund für Umsetzen und Unterstützen

Für die Konstruktion und den Bau des Mahnmals danken wir sehr: Dem Christlichen Jugenddorf Dortmund, Standort Zeche Germania BvB P Maßnahme Schwerpunkt Holzwerken, Michael Hofmann und Staffan Gettys / Termiten Bau


Dienstag, 4. Juni 19-21.15 Uhr – digital /Zoom

Koloniale Denkmuster und Alltagsdiskriminierung Online-Vortrag und Diskussion

Referent: Jürgen Schlicher (Dipl.-Politologe, Interkultureller Trainer, Antirassismustrainer, Geschäftsführer bei Diversity Works)

Wie sind koloniale Strukturen und Vorstellungen bis heute in den Denkmustern europäischer Gesellschaften präsent? Wie und wo führt dies - oftmals unbewusst - zu Diskriminierung? Und was können wir dagegen tun? Experte und Antirassismustrainer Jürgen Schlicher zeigt mit Beispielen aus verschiedenen Bereichen des Alltags (Sprache, Kunst, Bildung etc.), wie diese zur Aufrechterhaltung von kolonialen Stereotypen beitragen können. Schlicher verbindet Erkenntnisse aus der Vorurteilsforschung und seinen Anti-Rassismus-Workshops "Blue Eyed" und wirft damit auch einen kritischen Blick auf aktuelle politische Debatten zur Zuwanderungs- und Integrationspolitik. Im Anschluss an den Vortrag wird es eine Diskussionsrunde geben, in der die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.
Eine Kooperationsveranstaltung der Ev. Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e. V., der Konrad-Adenauer-Stiftung (Regionalbüro Westfalen) mit dem LWL-Museum Zeche Zollern

Anmeldung und Infos: über das Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)  oder über die Ev. Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e. V. (eEFB) 

Ansprechpartner*in: Beate Kaiser (KAS) kas-westfalen(at)kas.de, Felix Eichhorn (eEFB)/ Doreen Harnischmacher - 0231 5409-43; doreen.harnischmacher(at)ebwwest.de


vom 14. – 22. Juni in St. Reinoldi zu den Öffnungszeiten der Offenen Kirche

„Das Schimmern der See – Als Seenotretter auf dem Mittelmeer“

Bilder aus der Graphic Novel zur zivilen Seenotrettung von Adrian Pourviseh


Freitag, 21. Juni 19.30 Uhr // Reinoldikirche

Lesung von Adrian Pourviseh zu seiner Graphic Novel

Mitten in der Nacht kommt der Funkspruch rein: ein doppelstöckiges Holzboot mit 400 Menschen an Bord in Seenot. Der Kapitän der Sea-Watch 3 setzt Notrufe ab: Italien, Malta und Tunesien verweigern die Rettung, ein nahegelegenes Frachtschiff ignoriert die Hilferufe und dreht ab. Die Sea-Watch 3 nimmt Kurs, ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Dafür haben die freiwilligen Seenotretter monatelang trainiert, jeder Handgriff muss sitzen, jeder Augenblick zählt.

Atemlos und beklemmend sind die Schilderungen der Rettungseinsätze der Sea Watch 3-Crew vor der Küste von Sizilien. Der Künstler Pourviseh hat sie beeindruckend ins Bild gebracht. Selbst als Seenotretter an Bord spricht er vom Leid der Flüchtenden und von der Not der Rettenden. Ein Augenzeugenbericht über den schrecklichen Alltag an den EU-Außengrenzen. Und ein lautstarker Aufruf zu mehr Menschlichkeit und gegen das Wegschauen. Poursiveh wird auch von aktuellen Missionen von Sea Watch berichten.

Adrian Pourviseh wurde 1995 in Koblenz geboren. Er studierte Orientwissenschaften in Marburg und Rabat (Marokko) und Entwicklungsökonomie an der Lund University in Schweden. Zudem besuchte er Summer Schools in Teheran, Alexandria und Uppsala und war in Klima-Forschungsprojekten in Namibia und Pakistan sowie für die Entwicklungsbehörde der USA tätig. Im Jahr 2015 begann er neben dem Studium als Übersetzer für geflüchtete Jugendliche zu arbeiten. Ab 2019 ging er als Übersetzer und Fotograf auf die Sea-Watch 3 und half als Freiwilliger auf der Insel Lesbos. Seine Erlebnisse auf der Sea-Watch 3 hielt er als illustrierte Tagebucheinträge fest. Sie wurden 2020 im Rahmen der „SW5Y – Fünf Jahre zivile Seenotrettung“ im Frankfurter Weltkulturen Museum ausgestellt. 2022 war er „Land in Sicht“-Stipendiat des Hessischen Literaturrats. In seinem Graphic Novel Debüt „Das Schimmern der See – Als Seenotretter auf dem Mittelmeer“ erzählt Pourviseh von den Erlebnissen auf einer Seenotrettungsmission im Sommer 2021. Adrian Pourviseh wohnt in Marburg, wo er seit 2022 als freischaffender Comic-Autor arbeitet.

 
© Sea Watch


Freitag, 14. Juni 17.45 Uhr und 18 Uhr // Reinoldikirche

Licht & Stille: erinnern – betrauern – nicht vergessen
Abendgebet & Segen. Für den Frieden

Zu Beginn der Aktionstage zum Weltflüchtlingstag
Christine Burkhardt, Pfarrerin i.R. 
Martina Jasper Klavier


Sonntag, 16. Juni 11. 30 Uhr // Reinoldikirche

Gottesdienst zum Internationalen Weltflüchtlingstag

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Soziologe, Inhaber des  Lehrstuhl für Migrations- und Bildungssoziologie TU Dortmund, Autor) Kanzelrede | Hannes Lage (Hurt Rambis) Spoken Word Poetry
Susanne Karmeier, Stadtkirchenpfarrerin an St. Reinoldi | Heike Proske, Superintendentin Ev. Kirche in Dortmund und Lünen | Mitglieder des Aktionsbündnisses „Beim Namen nennen“ und des Team Gottesdienst St. Reinoldi | Esperance Mirindi Gesang | Tobias Schneider Klavier


Foto: Jennifer Fey

Nach dem Gottesdienst können vor der Reinoldikirche Stoffstreifen mit den Namen der Toten geschrieben und am Mahnmal der Menschenwürde angebracht werden.


Montag, 17. Juni 19 - 20.30 Uhr // Reinoldikirche

Kirchenasyl – die letzte Hoffnung?

Kirchenasyl geht weit in die Geschichte der Kirche zurück. Bis heute ist es für Geflüchtete oft die letzte Hoffnung. Wir erzählen von Fluchtgeschichten, erläutern das Kirchenasyl im Verhältnis zum Staat und berichten von Erfahrungen in Kirchengemeinden.
Mit  den Beauftragten für Flucht und Asyl des Kirchenkreises Dortmund: Pfarrerin Dr. Sabine Breithaupt-Schlak (Kirchengemeinde Berghofen) und Pfarrer Friedrich Stiller (Referat für Gesellschaftliche Verantwortung und „Erstberatung Kirchenasyl“)


Fotohinweis: Symbolbild/Archiv/EKD-Themenjahr Reformation und Politik. Foto: ekd.de


Mittwoch, 19. Juni 20 Uhr // Räume der KHG, Liebigstr. 49a, Dortmund

Festung  Europa? Eine kritische Diskussion
initiiert von ESG (Ev. Studierendengemeinde) und KHG (Kath. Hochschulgemeinde Dortmund)

Im Gespräch: Paul Gerhard Stamm (Superintendent i. R., Vorsitzender der Flüchtlingshilfe Aplerbeck e.V.) und Stefan Keßler (Stellvertretender Direktor des Jesuit Refugee Service in Berlin, ehemaliger Vizevorsitzender von Frontex Consultative Forum on Fundamental Rights)

Die Themen Migration und Flucht begegnen uns im Alltag immer häufiger. Die Tagespresse ist voll von Artikeln über Angriffe auf Flüchtlingsheime, Politiker debattieren über die Einführung einer Bezahlkarte für Flüchtlinge und die Schulen stehen vor der Herausforderung geflüchtete Schüler:innen zu beschulen und dabei möglichst sensibel mit ihren zum Teil traumatischen Fluchterfahrungen umzugehen. Die Zunahme von Fremdenfeindlichkeit, nicht nur in Deutschland, ist ebenfalls traurige Tatsache. Wie passt all dies mit der Botschaft des Evangeliums zusammen? Wie kann und soll aus christlicher Perspektive mit Menschen auf der Flucht umgegangen werden? Ist beispielsweise Grenzsicherung aus christlicher Perspektive legitim? Was macht die Berichterstattung zum Thema mit uns und wie können wir selbst ganz konkret tätig werden?


Donnerstag, 20. Juni zwischen 12 und 12.30 Uhr // Ostenhellweg vor der Reinoldikirche

Circle of Silence / Mahnwache
Stummer Protest – Machen Sie mit

Eine halbe Stunde schweigen. Zusammen bilden wir einen stillen Kreis. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen der Solidarität und weisen auf die Anliegen, die Bedürfnisse und die Ausgrenzung von Geflüchteten und Asylsuchenden an unseren Grenzen und bei uns hin und gedenken der Toten. Stellen Sie sich dazu.

   


Freitag, 21. Juni 17.45 Uhr und 18 Uhr // Reinoldikirche

Licht & Stille: erinnern – betrauern – nicht vergessen
Abendgebet & Segen. Für den Frieden

Zum Ende der Aktionstage zum Weltflüchtlingstag
Susanne Karmeier, Stadtkirchenpfarrerin an St. Reinoldi
Musik: Christian Drengk Klavier | Mouaz al Sreah Fagott


Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Wir freuen uns über Ihre Spenden. 

Infos: www.diakoniedortmund.de; www.grenzenlose-waerme.blog; www.united4rescue.org 

DU für Menschenrechte
Vor Ort. International. Auf See.
SPENDE JETZT!
Sparkasse Dortmund
IBAN: DE90 4405 0199 0001 7777 77
Stichwort: Du für Menschenrechte

Deine Spende geht zu gleichen Teilen an die Flüchtlingshilfe der Diakonie Dortmund, Grenzenlose Wärme e.V., United4Rescue
Link zur Überweisung: diakoniedortmund.de

Infos, Anfragen, Koordination des Projekts: Susanne Karmeier, Pfarrerin an der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi • karmeier(at)sanktreinoldi.de • 0231 91 25 337  und Paul Gerhard Stamm, Flüchtlingshilfe • p.stamm(at)fluechtlingshilfe-aplerbeck.de

Organisation von „Beim Namen nennen“ in Dortmund: CJD Standort Zeche Germania BvB P Maßnahme Schwerpunkt Holzwerken, Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH, Ev. Kirchenkreis Dortmund/Referat Ökumene, Ev. Stadtkirche St. Reinoldi, esgRuhr Ev. Studierendengemeinde, Kontaktstelle Ev. Jugend, Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Aplerbeck e.V., Flüchtlingspaten Dortmund e.V., Grenzenlose Wärme e.V., Projekt Ankommen e.V, TermitenBau/Staffan Gettys, TRAIN OF HOPE Dortmund e.V., VMDO Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund e.V., privat Engagierte

Regionale Unterstützer:innen: Ev. Kirchenkreis Dortmund, Ev. Kirche von Westfalen, Ev. Kirchenkreis Dortmund/Referat für Gesellschaftliche Verantwortung, Ev. Kirchenkreis Dortmund / Schulfreferat, Ev. Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e. V., forum JUGEND! e.V., Gast-Haus – Ökumenische-Wohnungslosen-Initiative e.V., oikos-Institut für Mission und Ökumene, Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), United4Rescue – Gemeinsam Retten e.V. , Welthaus e.V.

Die Aktion «Beim Namen nennen» findet statt in Basel, Berlin, Bern, Braunschweig, Chur, Dortmund, Essen, Frankfurt, Genf, Kehl, Lausanne, Lörrach, Luzern, Mannheim, Neuchâtel, St. Gallen, Thun, Zürich in Kooperation mit UNITED for Intercultural Action http://unitedagainstrefugeedeaths.eu

Alle Mitveranstaltenden und Unterstützer:innen in Deutschland und der Schweiz siehe unter www.beimnamennennen.de 

Die Liste: Grundlage der Gedenkaktion um den 20. Juni in der Reinoldikirche ist die “List of Death” (Fatal Policies of Fortress Europe | UNITED List of Refugee Deaths (unitedagainstrefugeedeaths.eu). Seit 1993 werden auf dieser Liste Todesfälle von Menschen auf der Flucht gesammelt und dokumentiert. Sie enthält die Namen der Toten – sofern bekannt – und Geschlecht, Alter, Herkunft, Fundort, Todesdatum und die Ursache des Todes. Die Liste wird einmal jährlich zum internationalen Flüchtlingstag publiziert. 2022 dokumentierte sie über 48.000 Todesfälle. 2023 sind es bereits jetzt über 51 000. Die Zahl beziffert nur die dokumentierten Todesopfer. Und hinter jeder Zahl steht ein Name, ein Leben, eine menschliche Tragödie. Die Liste ist ein Projekt des Netzwerks „UNITED for Intercultural Action – European network against nationalism, racism, fascism and in support of migrants and refugees.


Über die Aktionen und Veranstaltungen zum Weltflüchtlingstag 2023 informieren wir HIER.