Beim Namen nennen

- 48.647 Opfer an den Grenzen Europas

Der Krieg in der Ukraine führt uns erneut vor Augen, wie dramatisch und furchtbar es ist, wenn Menschen flüchten müssen. Niemand flüchtet gern – auch nicht aus anderen Kriegsschauplätzen und Konfliktregionen, nicht aus Afghanistan, nicht aus Syrien, aus Eritrea oder...
Seit 1993 sind 48.647 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Allein im letzten Jahr waren es mehr als 4000 Menschen. Und das sind nur die von UNITED offiziell erfassten Zahlen. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere kamen an den Grenzübergängen zu Tode. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys. In der Öffentlichkeit findet das wenig Beachtung. Für viele Flüchtlinge ist Europa eine Festung. An den europäischen Außengrenzen leben aktuell hunderttausende Menschen in erbärmlichen Verhältnissen und Lagern.

Das ist erschütternd.
Das ist und bleibt ein Skandal.

Zusammen mit den Flüchtlingsinitiativen in Dortmund, privat Engagierten und vielen anderen Kooperationspartner:innen, als Teil des Aktionsbündnisses „Beim Namen nennen“, das mittlerweile in 17 Städten in Deutschland und der Schweiz aktiv ist, erheben wir Einspruch:
Wir gedenken derer, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind.
Wir protestieren gegen diese sinnlosen Tode, einen unmenschlichen Umgang mit Flüchtenden und alle Menschenrechtsverletzungen an den europäischen Außengrenzen und in den Flüchtlingslagern.
Wir fordern eine Politik, die Menschen schützt und die Würde eines und einer jeden achtet.
Wir setzen uns damit auseinander, was Flucht, Entwurzelung und Ankommen in der Fremde bedeutet.


Über die Aktionen und Veranstaltungen zum Weltflüchtlingstag 2022 informieren wir HIER.


Das war 2021: Aktionen zum Weltflüchtlingstag - GRENZERFAHRUNGEN