ViertelSternStunde

donnerstags, freitags, sonntags und vom 20.-23. Dezember // 18-18.15 Uhr

13mal öffnen sich im Advent 2021 die Türen der Reinoldikirche zur ViertelSternStunde: aufgrund des Orgelneubaus nicht so häufig wie in den Jahren zuvor. Ihr Wahrzeichen, der Bote – drei Meter hoch – begleitet sie wieder. In der einen Hand hält er einen leuchtenden Stern, in der anderen balanciert er eine in lila Seide eingeschlagene Bibel. Der Stern macht ihn zu einer Lichtgestalt. Ist er ein Engel? Flügel sucht man an ihm vergeblich. Dafür trägt er eine Wollkappe und abgewetzte Turnschuhe. Etwas Fremdes geht von ihm aus und auch Geheimnisvolles. Er erwartet Passantinnen und Besucher in der Reinoldikirche – zur ViertelSternStunde. Das sind  

15 Minuten geschenkte Zeit  

… die Hektik der Vorweihnachtszeit unterbrechen 

… sich vom Zauber des Advents berühren lassen 

… neugierig werden 

… hoffen und wünschen 

… oder „einfach nur“ da sein.

Ganz wie bei einem klassischen Adventkalender, der in der Küche hängt, ist die Form immer gleich. Doch hinter jeder Tür versteckt sich eine Überraschung. Die Überraschung der ViertelSternStunde sind herzenswärmende Geschichten. Geschichten vom Widerständigen und von Leichtem, vom Brüchigen und von Geglücktem, vom Erhellenden und von dem Unerwarteten. Jeden Abend wird eine erzählt, mal augenzwinkernd, mal bewegend und anrührend. Ungewöhnlich verankern sie die Adventsbotschaft mitten in unserem Leben. Vertraute Adventslieder und ungewohnte Töne sind die klingende Luft der ViertelSternStunde.

Reservierungsanfragen und Willkommensregeln

Reservierungsanfragen sind bis zum Vorabend des Tages unter der Mailadresse reservierungsanfrage(at)sanktreinoldi.de möglich. Es gilt die 3-G-Regelung. Kommen Sie bitte mit dem entsprechenden Nachweis bis 17.45 Uhr zum Einlass. Ab 17.50 Uhr werden die noch nicht besetzten Plätze bei Bedarf freigegeben. Da wir in der Kirche auf ausreichend Abstand achten, ist die Platzanzahl begrenzt. Wir hoffen, Sie haben dafür Verständnis. Über alle aktuellen Schutzmaßnahmen und Willkommensregeln können Sie sich hier tagesaktuelle informieren.

Auf den persönlichen Segen nach der ViertelSternStunde verzichten wir in diesem Jahr noch. Für WortWechsel am Ausgang bleiben wir da und freuen uns auf Sie und die ViertelSternStunden.

Informationen – auch zu den Geschichten des Abends - erhalten Sie bei Pfarrerin Susanne Karmeier: Tel: 0231. 91 25 337 | karmeier(at)sanktreinoldi.de  

ERWARTET …­


 

9. Dezember

  „Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat." Meinte der Schriftsteller Jean de la Bruyère im 17. Jahrhundert. Ob er dabei auch an Gutscheine gedacht hat?


 

5. Dezember

  Ein pensionierter Lehrer glaubt an die europäische Idee und das Gute im Fremden. Der spinnt, raunten die Nachbarn. Dann staunten sie…


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3. Dezember

  Nichts hält so lange  - in der Erinnerung - wie eine Mahnung  aus Kindertagen. Manchmal hat man sie noch im Ohr, die Frage, die morgens nicht fehlen durfte, bevor wir aus dem Haus gingen: „Hast du den Schlüssel dabei?“ oder „Ist dein Butterbrot in der Tasche?“ Was morgens so gewöhnlich daherkam, kann später ungewöhnliche Bedeutung erreichen und eine lebens-, eine überlebenswichtige Botschaft enthalten…


 

2. Dezember

  Träume sind Schäume. Sagt ein Sprichwort. Denn das Leben geht andere Wege. Und dann geraten sie in Vergessenheit und wir passen uns an. Zum Glück gibt es Kinder.  Und es gibt den Advent.

 

 

Diese Leitworte legten in den vergangenen Jahren ihre Spur durch die ViertelSternStunden:

Der Engel, nach dem ihr euch sehnt, er ist schon unterwegs…

Und Türen, die verschlossen waren, werden euch aufgetan…

Seht die Sterne am Himmel – einer wird aufgehn…

Mache dich auf und werde…

Sag Deiner Seele es ist soweit …

Der Himmel reißt auf …

Un-erwartet ...

Ein Projekt von Susanne Karmeier, Pfarrerin an der Stadtkirche St. Reinoldi mit dem Abendgebetsteam an St. Reinoldi  Thomas Wachsmann, Stelzenläufer | Vanessa Rust, Kostümbildnerin | Musiker*innen
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Veröffentlichung in der Reihe „Kirche in der Stadt“ / Bd. 22:Nils Petersen (Hg.): Stadtliturgien. Visionen – Räume – Nachklänge. Dokumente der CityKirchenKonferenz, Berlin 2016
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Fotos: Hannah Praetorius | Mark Fäth (EKKDo)