BEIM NAMEN NENNEN
Der Weltflüchtlingstag im Juni erinnert an die Stärke, den Mut und die Widerstandsfähigkeit, die Menschen auf der Flucht täglich aufbringen müssen. Und an ihre universellen, unteilbaren und unveräußerlichen Menschenrechte.
Wir erinnern gleichzeitig an die Tausende von Menschen, die Jahr um Jahr allein auf der Flucht nach Europa sterben. Sie verlieren ihr Leben im Meer, in Lastwagen, verenden in Wäldern an den europäischen Außengrenzen: Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder, auch Babys. Das gemeinsame europäische Asylsystem, das Mitte Juni 2026 mit neuen Verschärfungen in Kraft tritt, verstärkt diese Entwicklung. Schon jetzt werden die Fluchtwege immer lebensgefährlicher. Das verstößt gegen die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und gegen die Menschenrechte, die jeder Person zustehen.
Mit einem Mahnmal der Menschenwürde und verschiedenen Aktionen gedenken wir all derer, die an unseren Grenzen oft namenlos gestorben sind und nie beerdigt wurden.
Wir setzen uns für die Menschenrechte aller ein und fordern die europäischen Staaten auf, sich an die Grundrechte zu halten und das individuelle Recht auf Asyl nicht außer Kraft zu setzen.
Wir informieren über die derzeitige Gesetzeslage und die damit einhergehenden Veränderungen, machen erfahrbar, was es bedeutet fremd zu sein, erzählen Geschichten vom Ankommen und eröffnen Räume für Begegnung, Austausch, Diskussionen.
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